Transparenz
Redaktionen sollen wissen, woran sie sind. Deshalb lege ich offen, wofür ich KI einsetze, wofür nicht und wie ich prüfe, was am Ende in meinen Texten steht. Ich bin nicht gegen KI. Ich nutze sie dort, wo sie mir Routinearbeit abnimmt, und verzichte auf sie dort, wo es um das geht, wofür Redaktionen mich beauftragen: Recherche, Gespräche, Einordnung und eine eigene Sprache. Meine Texte schreibe ich selbst.
Klare Grenzen
So prüfe ich
Zahlen, Studien und Aussagen gleiche ich mit der Primärquelle ab: mit der Studie selbst, der Statistik, der Pressemitteilung oder der Interviewaufnahme. KI-Antworten sind für mich ein Hinweis, wo ich suchen kann, nie ein Beleg. Falsche Zitate sind im Journalismus nicht peinlich, sondern gefährlich.
Auf Wunsch liefere ich mit jedem Text eine Quellenliste. Und wenn KI an einem Arbeitsschritt beteiligt war, etwa bei der Transkription, sage ich euch das.
Der entscheidende Punkt
Ich habe Orte bereist, die auf keiner typischen Reiseroute liegen, und mit Menschen gesprochen, deren Geschichten nirgendwo nachzulesen sind. Situationen wie diese lassen sich nicht prompten.
Wer selbst vor Ort ist, schreibt anders: konkreter, genauer und mit Details, die kein Modell erfinden kann, weil es sie nie gesehen hat. Eine KI kann einen Reisebericht formulieren. Sie kann aber nicht durch den Regen laufen, den Erdbeertee aus den Cameron Highlands probieren und spüren, warum dieser Ort anders ist als alle anderen.
Wie das im Alltag aussieht, beschreibe ich ausführlich im Blogartikel KI-Tools für Journalisten. Was rechtlich gilt, steht in meinem Beitrag zur KI-Kennzeichnungspflicht.